Basierend auf dem ROMPC Come Together zum Thema Klimawandel des SynTraum-Instituts zum Jahresbeginn mit der Referentin Birgit Zech haben wir diese Artikelreihe entwickelt.
Teil 3 dieser Reihe beschäftigt sich mit der Fragestellung, was aus psychologischer Sicht zu tun ist, damit Selbstwirksamkeit erlebt, Hoffnung entstehen kann und wir ins Handeln kommen.
Was ist aus psychologischer Sicht zu tun, welche Möglichkeiten können hilfreich sein?
Studien zeigen, dass es zwei unterschiedliche Gruppen von Menschen gibt und wann sie aktiv werden.
- Eine Gruppe lässt sich eher motivieren, wenn man Ihnen die Studien mit all den Auswirkungen des Klimawandels und die dystopischen Szenarien zeigt. Dies löst bei manchem unkontrollierten Stress aus, im Sinne von, „was ich leiste, reicht immer noch nicht“, „ich muss mich noch mehr engagieren“, oder auch Resignation, Ohnmacht und Abwehr, „was kann ich schon ausrichten“?
- Andere sind motivierbar, wenn sie ein positives Zukunftsbild entwickeln können, an einem ökologischen Handabdruck mitwirken können. Studien zeigen eine Aufteilung von ca. 40 zu 60%.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Klimapsychologie uns wertvolle Einblicke in die Gründe gibt, warum es uns oft schwerfällt, klimafreundlich zu handeln.
Ermutigen statt verbieten
Wie so oft erreichen wir mit Verboten wenig, sondern rufen eher Widerstand hervor.
Mit Anregungen, Ermutigung, Inspiration und Begeisterung kommen wir jedoch wirklich weiter. Bildung und Aufklärung sind entscheidend, um das Gefühl der Ohnmacht zu verringern und zu zeigen, dass individuelle Handlungen einen Unterschied machen können.
Ein hilfreicher Schritt wäre, dass wir uns in Gemeinschaften engagieren und klimafreundliches Verhalten fördern, um soziale Normen zu verändern, jedoch ohne Gruppenzwang, z.B. indem wir regenerativen Energiequellen nutzen, den öffentlichen Nahverkehr nutzen und das gleiche Verhalten auf eine umweltschonendere Art und Weise durchführen. Jeder kleine Schritt zählt und ist ein wichtiger Beitrag zum persönlichen und gesellschaftlichen CO2 Handabdruck.
Freude, Hoffnung und das Erleben von Selbstwirksamkeit
Psychologisch gesehen entsteht Hoffnung erst dann, wenn wir ins Handeln gekommen sind, durch Handeln entsteht Hoffnung, nicht umgekehrt. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann was beitragen und sorgen dafür, dass es einen Schritt weiter in die richtige Richtung geht, kann es, unabhängig vom Ergebnis wohltuend sein und positive Gefühle auslösen.
Dieses Verhalten erleben wir als sinnhaft und dies schafft ein Gefühl der Zufriedenheit.
Die Klimapsychologie zeigt, wo unser Verhalten gegenüber dem Klimawandel stark von psychologischen Abwehrmechanismen geprägt ist. Um diese Barrieren zu überwinden, ist es wichtig, sich der eigenen Denkmuster bewusst zu werden.
Unangenehme Klima-Gefühle sind der Wegbereiter für machbare Handlungsmöglichkeiten und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass wir dranbleiben und uns selbstwirksam fühlen einen Beitrag zu leisten.
Nachhaltig wirksam sind wir in aller Regel dann, wenn wir systemisch aktiv werden und in die klimaschädlichen Strukturen eingreifen, kollektives Engagement und politische Partizipation betreiben und so einen ökologischen Handabdruck hinterlassen. Solidarisch gesellschaftlich aktiv zu werden und mitzugestalten, ist mit das wirksamste Mittel gegen die Angst.
Was können wir tun?
Das traumatherapeutische Verfahren ROMPC kann uns dabei helfen, den unkontrollierten Stress zu regulieren, mit Übungen zur Selbstakzeptanz mit den inneren Widersprüchlichkeiten umgehen zu können, Mut und Zuversicht zu entwickeln und die individuelle Resilienz zu stärken. Wer sich intensiver mit den Möglichkeiten und der Wirksamkeit von ROMPC in seiner professionellen Rolle beschäftigen und weiterqualifizieren möchte, findet auf unserer Internetseite www.syntraum.de dazu passende Aus- und Fortbildungen.
Und jetzt?
Wenn wir uns für Klimafreundlichkeit und eine nachhaltige Enkelgerechte Zukunft engagieren, brauchen wir mindestens einen guten Grund. Mir fallen wesentliche Gründe ein. Was ist dein guter Grund, wofür es sich lohnt aktiv zu werden?
„Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern.
Aber du kannst starten, wo du bist, und das Ende verändern.“
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In diesem Sinne: Lasst uns wirksam sein!




