Hilfe in der Corona-Krise


In aller Munde und Gedanken ist gerade das Corona-Virus. Viele Menschen reagieren mit Angst vor schlimmen Folgen, was in Einzelfällen sogar dazu führt, dass Desinfektionsmittel auf kriminelle Weise entwendet werden. Wie in Wien geschehen, wurden Desinfektionsmittelbehälter in Kinderkliniken abgeschraubt. Wir sehen das nur als ein Symptom der darunterliegenden Angst, die durch Agieren, in diesem Falle Diebstahl, sich zu beruhigen scheint. In jedem Falle verändert das Virus unser Leben durchgreifend, mindestens vorübergehend. Jedenfalls hoffen wir, dass das nur vorübergehend ist. Denn das soziale Leben, das wir führen, mit vielen Kontakten zu anderen Menschen, ist ein Gut, das wir uns in den letzten Jahrzehnten erarbeitet haben. Wir genießen, das mit Neugier, aber es erzeugt auch Ängste und lässt uns uns in unserer psychischen Entwicklung weiter entwickeln. Letzteres sehen wir als unsere Aufgabe: Menschen darin zu unterstützen, ihre Ängste ernst zu nehmen und sich zugleich nicht von ihnen steuern zu lassen: denn in jeder Angst liegt auch eine Chance uns zu entwickeln.

Wir wissen, dass Ängste, wenn sie dauerhaft bestehen, uns psychisch und immunologisch schwächen. Sie verhindern, dass wir die Welt realistisch wahrnehmen, erzeugen eine Art Tunnelblick, der nichts anderes daneben bestehen lässt. Deshalb haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, Menschen auch in dieser Krise zu begleiten und die Ängste auf ein handhabbares Maß zu senken, das uns zu einer gewissen Vorsicht mahnt, aber auch zugleich uns nicht überschwemmt und uns zu Handlungen bringt, die wir sonst nie tun würden. Wie können wir in dieser Krise auch noch in unserer Ruhe bleiben? Wie kann Gelassenheit unser Immunsystem beflügeln? Wie können wir unnötige Risiken verhindern, ohne all unsere Werte zu verraten?

Wir haben uns entschieden, die Unterstützung von Menschen mit Hilfe elektronischer Medien anzubieten. Praxen zu schließen und die Menschen sich allein zu überlassen, kann nicht die Lösung sein.


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Ein Gedanke zu “Hilfe in der Corona-Krise

  • Heinz-Günter Andersch-Sattler

    Es ist schon eine arge Zeit und wir sollten alles tun, damit wir selber und die Menschen in unserer Umgebung sich nicht von ihren Ängsten steuern lassen. Angst zu haben, ist in diesen Zeiten normal. Solange sie nicht überhand nehmen, können sie uns sogar dienlich sein. Darin liegt die Aufgabe von Psychotherapie und Beratung.