Weihnachts-Stress


Stress und Depression in der dunklen Jahreszeit

Viele Menschen scheinen vor Weihnachten und an Weihnachten deutliche Stress-Symptome zu entwickeln: den Weihnachts-Stress. Vorher muss alles erledigt werden und an Weihnachten ist die Stress-Toleranz so gering geworden, dass schon minimale Reize/Trigger ausreichen, um eine Explosion herbeizuführen. Erst nach den Festtagen setzt wieder mehr Ruhe ein. „Ist die stade Zeit vorbei, dann kehrt auch wieder Ruhe ein“, so sagte Valentin seinerzeit. Für die Nichtbayern: das ist die „stille“ Zeit zwischen Wintersonnenwende und Heilig Dreikönige, also zwischen dem 21.12. und 6.1., die ganz schön laut ist. Wir fliehen der Dunkelheit – es sind die kürzesten Tage – und machen alles hell, vor allem beleuchten wir die Umgebung außerhalb von Haus und Wohnung. Wenig Licht macht uns tendenziell depressiv, das antidepressive Vitamin D kann nicht oder nur unzureichend gebildet werden und dagegen machen wir mobil. Frei nach dem Motto: Mit Stress gegen die Depression. Das zahlt sich allerdings nicht aus, weil die Erschöpfung dem Stress auf dem Fuße folgt und wir abstürzen. Das muss sich nicht in einer manifesten Depression auswirken, führt aber immerhin dazu, dass wir wenigstens nach Neujahr langsamer tun und uns wieder erholen können von dem selbst gemachten Stress.

Diese Nachwirkungen von Weihnachts-Stress bewahrheiten sich immer wieder:

  • ErzieherInnen berichten, dass die Kinder im neuen Jahr ruhiger sind.
  • Das scheint in Schulen ähnlich zu sein.
  • In Psychotherapie und Beratung müssen immer wieder Wunden der Weihnachtszeit nachbehandelt werden, die aus dem o.g. Stress entstanden sind.
  • Die Menschen müssen sich nicht mehr mit diversen Weihnachtsfeiern befassen und über die Arbeitszeit hinaus sich engagieren.
  • Das „große Fressen“ ist vorbei.
  • Und vieles mehr

Was können wir tun, um Weihnachts-Stress zu minimieren?

Eigentlich könnte man schon profilaktisch tätig werden und müsste nicht so lange warten, bis das Fass überläuft:

  • Regelmäßige Pausen machen!
  • Sich in Ruhe beschäftigen (mit einem Buch vielleicht, mit schöner Musik oder was auch immer der einzelne als angenehm empfindet)!
  • Auf die Stress-Signale des Körpers achten und gegensteuern!
  • Die entspannende Wirkung der Natur nutzen – auch im Winter!
  • Auch mal weniger hochkalorige Nahrung zu sich nehmen!
  • Weniger Alkohol!
  • Und vieles mehr

In diesem Sinne können Sie sich vielleicht schon vor Ablauf der Feiertage in eine entspanntere Stimmung bringen, so Streits vermeiden und den Stress weniger werden lassen. Und natürlich die Zeit mit nahen Menschen oder auch allein genießen.

Ich wünsche allen eine angenehme Weihnacht und einen entspannten Start ins neue Jahr.

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