Corona-Krise – Angst – Immunsystem


Diese Corona-Krise ist u.a. dadurch entstanden, dass wir kein Mittel zur Heilung dieser viralen Infektion haben. Insbesondere die Bilder von den italienischen Intensivstationen und den so vielen Toten haben Angst und Entsetzen ausgelöst. Ich denke, dass diese Bilder in erster Linie deshalb gezeigt wurden, damit auch noch der letzte in unserem Land, das Infektions-Risiko ernst nimmt. Damit sind aber zugleich all die anderen beeinträchtigt, die mit so viel Angst nicht umgehen können, bei denen es durch solche Bilder zu überschießenden Angstreaktionen kommt. ( s. hierzu auch Hilfe in der Corona-Krise 6 + 7). Das sind gar nicht so wenige Menschen. Eine Patientin erzählte mir von ihren Ängsten, die sich panikartig steigern können, obwohl sie sicher zu denen gehört, die sich mit am besten abschotten. Ihre Sicherheit vor Infektion dürfte bei einem sehr hohen Wert liegen, weil sie lediglich beim Einkaufen in Gefahr geraten könnte. Dabei schützt sie sich auch hier optimal mit Handschuhen und Gesichtsmaske.

Zurück zum Ausgangspunkt: Wir haben kein Mittel gegen eine Covid19-Infektion, aber wir können unser Immunsystem allgemein in den bestmöglichen Zustand versetzen. Dadurch kommen wir besser mit einer Infektion zurecht, sollten wir uns infizieren. Ängste sind ein Feind des Immunsystems. Dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, die allgemein, wenn die Ängste länger andauern, das Immunsystem schwächen. Gerade deshalb brauchen Menschen, die ganz viel Angst haben vor einer Infektion, viel Unterstützung, um die Ängste zu minimieren und damit dem Immunsystem eine bessere Chance zu geben. Das ständige Darstellen von schlimmen und schwierigen Situationen um Corona herum in den Medien führt gerade zu einem Nocebo-Effekt, den Bruder vom Placebo-Effekt: Je mehr schlimme Auswüchse der Symptomatik einer Infektion dargestellt werden, um so mehr entdecken Menschen diese Symptome an sich selbst, was ihr Angst wieder steigert.

Gerade deshalb ist es wichtig, Menschen, wie die oben beschriebenen zu begleiten, deren Ängste reduzieren zu helfen, damit sie vor einer Infektion besser geschützt sind. Das Gute an den ROMPC-Techniken ist es, dass die Betroffenen die Techniken auch bei sich selber anwenden können. Sie müssen allerdings öfter daran erinnert werden, dass sie solche Möglichkeiten zur Verfügung haben. Denn je mehr die Angst steigt, um so weniger stehen uns kognitive Fähigkeiten und Erinnerungen zur Verfügung. Wir sind dann wie in einem Tunnel aus Angst. Neben der Angstreduzierung müssen wir diesen Menschen den Hinweis geben, sich nicht alles in den Medien zu vergegenwärtigen, was es da an Nachrichten gibt, weil die aufgrund der gerade geschilderten kognitiven Einschränkungen, Nachrichten nicht angemessen und mit ausreichendem Abstand verarbeiten können. Zur Arbeit mit der Angstreduktion gibt es auch einen interessanten Artikel von Viktoria Glasmann, die mit EFT arbeitet.

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